Reitkleid
Reitkleider waren vor allem in den vergangenen Jahrhunderten üblich, als die Frauen nicht mit Hosen im Sattel sitzen durften, sondern immer einen Rock oder Kleid anziehen mussten. Das war schon lästig genug, doch versuchten die Frauen, immerhin das Reitkleid so praktisch wie möglich zu gestalten. So hat das Reitkleid lange Schlitze, so dass die einzelnen Teile beim Aufsteigen nicht hindern können. Reitkleider sind bodenlang und gerade geschnitten.
Heute werden Reitkleider wieder vermehrt nachgefragt. Denn für das so genannte Barockreiten sind sie nach wie vor beliebt. Hier wird noch im Damensattel geritten und das natürlich stilecht. Berühmt sind ebenfalls die viktorianischen Reitkleider, welche zum traditionellen Reiten im Damensattel oft verwendet werden. Diese Reitkleider sind meist mit einem eleganten dunklen Jackett kombiniert. Auch mittelalterliche Reitkleider in leichteren Stoffen sind eine Variante dieses Kleidungsstücks. Diese sind nicht geteilt, der Rock ist aus einem weiten Stoffstück geschnitten. Viele begeisterte Reiterinnen schneidern Reitkleider auch selbst, außerdem sind sie als Maßanfertigungen bei Schneidereinen, die sich spezialisirt haben, erhältlich.